Margret Greiner



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Charlotte Salomon,"Es ist mein ganzes Leben"

Knaus-Verlag, München,27.März 2017, 19.99€

Silvia Matras, Wiener Kulturjournalistin, schrieb:

Charlotte Salomon – eine faszinierende Persönlichkeit, von der Autorin Margret Greiner faszinierend in eine Romanbiografie gefasst. Wieder einmal hat die Autorin bewiesen, dass sie durch intensive Recherchen, hohe Einfühlsamkeit und starke Sprachbilder einen Charakter dem Leser in die Seele schreiben kann. Charlotte Salomons Schicksal wurde während der Salzburger Festspiele 2014 in dem gleichnamigen “Sing-Spiel” von Marc-André Dalbavie auf der Bühne der Felsenreitschule inszeniert. Im nachfolgenden Jahr zeigte das Rupertinum in Salzburg einen Großteil ihrer Bilder. Charlotte Salomon wurde 1917 in Berlin in eine großbürgerliche, jüdische Familie hineingeboren. Früh schon wurde ihr Mal- und Zeichentalent erkannt. Wegen anhaltender Diskriminierung und Gefährdung des Lebens schickten ihre Eltern sie 1939 zu den Großeltern nach Villefranche in Südfrankreich. Hier beginnt sie die Stationen ihres Lebens in vielen hundert Gouachen und Texten aufzuarbeiten. Malen wird zur Lebensbewältigung und hilft ihr, die Angst einzudämmen. 1943 heiratet sie Alexander Nagler. Beide werden noch im selben Jahr verhaftet und nach Auschwitz deportiert, wo sie – im fünften Monat schwanger – ermordet wird. Ihr Ehemann stirbt 1944 im Lager.

Im Leben dieser Künstlerin war der Selbstmord ein alles beherrschendes Thema. Ihre Mutter, Großmutter und eine Tante hatten sich das Leben genommen. Sie dagegen ist entschlossen, diesem Fluch nicht zu erliegen. Auch in der größten seelischen Not in Villefranche, nach dem Selbstmord der Großmutter und dem natürlichen Tod des Großvaters gibt sie sich nicht auf. Sie schließt sich über Monate in eine Kammer ein, geht kaum aus und malt, malt, malt. Malen ist das Heilverfahren, mit dem sie sich vor Ängsten schützt und in dem sie alle Verluste in ihrem kurzen Leben aufarbeitet. Margret Greiner findet großartige Sprachbilder für den Malprozess selbst und die Interpretation der Bilder.(Dem Verlag sei gedankt, dass ein reiches Bildmaterial abgedruckt werden konnte!) Sie taucht in die Seele der Künstlerin ein. Ihre Sprachkraft ist der Begabung und dem Charakter Charlottes gewachsen. Deshalb darf sich die Autorin auch die intimsten Gedanken Charlottes aneignen. “Bilder fielen in sie ein..”(S 261) heißt es da, und der Leser erlebt durch die immense Sogwirkung der Sprache haut- und seelennah die Qualen und Gedanken der Künstlerin mit. Für Charlotte Salomon hieß malen existieren und das Leben verstehen. “Alle Wege lernte ich gehen und wurde ich selbst” schreibt sie und titelt ihr Werk:“Es ist mein ganzes Leben”.

Silvia Matras empfiehlt dieses Buch allen, nicht nur den Kunstinteressierten. Es kann auch als “Zeitzeugenbuch” gelesen werden, als lebendiges Zeugnis über die Gräuel der Nazizeit. Wobei Margret Greiner es vermeidet, dem Horror dieser Zeit Sprache zu verleihen . Indem sie diesen ausspart oder nur in nüchternen Fakten bestehen lässt, ist er um so stärker präsent.

Aus einer Rezension in der F.A.Z vom 15.04.2017:

Ende 1942 war das "Leben? Oder Theater?" vollendet. Charlotte Salomon ver-packte die Blätter in mehrere Kartons, brachte sie Anfang 1943 zu ihrem Arzt und bat ihn, alles gut aufzuheben: "Es ist mein ganzes Leben." Dieses Zitat wurde nun zum Untertitel des Buches von Margret Greiner über Charlot-te Salomon. Es ist eine lohnende Lektüre, denn zum Glück verzichtet die Au-torin auf den Modus der Einfühlung in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Figuren, hält sich vielmehr an das "Singespiel", aber auch an eigene Re-cherchen.

Eine kleine, aber kluge Auswahl von Gouachen Salomons bildet den Auftakt des Buches. Darunter etwa die ergreifende Szene, als Charlotte vor dem Auf-bruch zu den Großeltern ins südfranzösische Exil traurig vor dem leeren Koffer sitzt. Oder das düstere Bild mit den Wachen vor dem Gefängnis, das sie malte, als ihr Vater, einst prominenter Chirurg an der Berliner Univer-sitätsklinik, nach dem Verlust seiner Professur und aller Ämter auch noch inhaftiert wurde.

In ihrer lebensvollen Bilderwelt, den brillanten Texten und dem kühnen Mit-einander klassischer Musikwerke und kesser Berliner Schlager hat Charlotte Salomon, die vor hundert Jahren, am 16. April 1917, zur Welt kam und am 10. Oktober 1943, jung verheiratet und im fünften Monat schwanger, in Auschwitz vergast wurde, überdauert. Der Bilderstrom, an dem auch das Buch von Marg-ret Greiner sich orientiert, bringt sie uns nahe: "Und sie sah mit wachge-träumten Augen all die Schönheit um sich her, sah das Meer, spürte die Son-ne und wußte: Sie mußte für eine Zeit von der menschlichen Oberfläche ver-schwinden und dafür alle Opfer bringen - um sich aus der Tiefe ihrer Welt neu zu schaffen." KONSTANZE CRÜWELL.

Ich will mir selbst gehören

Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth

Porträt einer außergewöhnlichen Frau und Künstlerin

Als junge Frau, ehrgeizig und unkonventionell, setzt sie durch, dass sie ihre künstlerische Ausbildung an einer „Malschule für Weiber“ bei Lovis Corinth fortsetzen kann. Es dauert nicht lange, da verliebt sich Charlotte in ihren Lehrer, den gut 20 Jahre älteren Lovis. Ihre Liebe wird erwidert, auch wenn sich Lovis keine Häuslichkeit vorstellen kann. Er will malen, mit seinen Künstlerfreunden zechen und sich seine amourösen Neigungen nicht von einer Frau und Kindern einengen lassen. Trotzdem heiraten beide und eine unbestreitbare Zuneigung und Liebe herrscht zwischen ihnen, auch wenn für Charlotte die Ehe ein Ausbalancieren eigener künstlerischen Interessen, Haushalt, Kindern und die ständige Verfügbarkeit für Lovis – ob als Modell oder Pflegerin oder Managerin – wird. Sie ist die Einzige, die mit Corinths depressiven Phasen umgehen kann, die ihn nach einem Schlaganfall jahrelang pflegt und ihn zur Malerei zurückführt. Und die, nicht zuletzt durch ihren Bau des Hauses in Urfeld am Walchensee, Corinth eine Inspiration für die „Walchensee-Bilder“ schenkt, die heute zu den Klassikern der Moderne zählen. Es ist längst überfällig, dass das Leben dieser bemerkungswerten Frau und Künstlerin eine entsprechende Würdigung erfährt. Genau das ist Margret Greiner mit ihrer kenntnisreichen Romanbiografie auch gelungen. Charlotte, die bisher nur aus den Bildern ihres Mannes blickte, hat eine eigene Stimme bekommen. Ihre Zweifel, ihre Ängste aber auch ihre Wünsche und Eitelkeiten werden – untermauert durch Zitate aus Tagebüchern, Briefen und Notizen – lebendig. Es ist ein faszinierendes Leben, das Charlotte führte. Ein erfolgreiches Haus in Berlin in den wilden, gefährlichen 20iger Jahren, ihre langen Aufenthalte in Italien, ihre Malreisen nach Ägypten und Spanien und später, schon nach Corinths Tod, die Emigration in die Vereinigten Staaten. Dort lebte sie bis zu ihrem Tod ein weiterhin erfülltes Leben als Malerin und Bewahrerin der Bilder ihres Mannes. Es ist schade, dass so viele Bilder von ihr im Krieg verloren ging oder als „Entartete Kunst“ vernichtet wurde. Das Buch ist von der ersten Seite an eine fesselnde Lektüre, ob man es als Frauenportrait, Künstlerbiografie oder Zeitgeschichte liest. Die schöne, wertige Ausstattung passt zu diesem besonderen Buch über eine besondere Frau. Christine Adamski, gepostet auf amazon

Künstlerischer Aufbruchswille

Sie war heimliche Geliebte auf einem Bett von Tannennadeln, Ehefrau und Mutter, Krankenschwester. Sie liebte die Selbstdarstellung, die Mode, die Kunst, das Theater, den Tanz, war Bauherrin und Malerin. Was kommt an erster Stelle im Leben? Die Romanbiografie von Margret Greiner erzählt von Charlotte Berend-Corinth, Künstlerin der Berliner Secession, deren Ambitionen oft hinter denen ihres berühmten Ehemanns Lovis Corinth zurücksteckten. Ohne Zweifel hat sie sich, jung und selbstbestimmt, diesen Weg an der Seite des nicht einfachen Mannes gewählt. Ihr Leben lang und über seinen Tod hinaus stand sie in faszinierend enger Verbundenheit zu ihm. Sie konnte aber auch anpacken und wie eine Löwin kämpfen. Was bedeutete ihr dieser Mann, der häufig trinkend selten lobende Worte fand? Er hätte ihr Vater sein können. Margret Greiner enthält sich aller Meinung und Wertung. Sorgsam trägt sie ein facettenreiches Leben zusammen, in dem sich neben aller Fürsorge auch immer wieder Freiheiten bieten, Raum für eigene Entfaltung. Viele Blätter ihrer Mappen, die sie Backstage am Theater anfertigte sind verschollen. Die Erhaltenen geben einen Eindruck der sinnlichen Erotik und der Frauenpower, welche Charlotte Berend-Corinth ebenso intensiv erlebte wie das Hausfrauendasein. Das assimiliert jüdische wie protestantische, finanzstarke Bürgertum, dem die Corinths angehörten, wandelte dabei moderat über die Zeit mit ihren gravierenden politischen Einschnitten hinweg, zu selbstverliebt, sich maßgeblich einzumischen. Sie begaben sich lieber auf Reisen, erkundeten und malten die Welt von Ostpreußen über Italien bis in die Türkei und Ägypten, um den herrlichsten Ort am Walchensee zu finden, an dessen Ufer Charlotte am Ende des ersten Weltkrieges mit Beharrlichkeit ein Blockhaus baute. Die Sommer in Urfeld empfand sie als ihre glücklichste Zeit, auch wenn ihr Mann ihr befahl: „Das Haus schenke ich dir. Aber den See und die umgebende Landschaft, die brauche ich für mich allein. Die kann ich nicht teilen.“ Diese und weitere Ambivalenzen lassen immer wieder stolpern und regen zum Nachdenken an. Katrin Rüger, Buchpalast

Ich will mir selbst gehören

Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth

Herder spektrum Band 6841

Herder-Verlag Freiburg im Breisgau, 2016

Das Buch erscheint am 12. April 2016, Preis 14,90€
ISBN 978-3-451-06841-6

Auf Freiheit zugeschnitten

Emilie Flöge Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts

15 Jahre vor Coco Chanel befreite Emilie Flöge die Frauen von Korsett und Mieder. Gemeinsam mit ihren zwei Schwestern betrieb sie den „Salon Flöge“ in Wien: Wer gesellschaftlich etwas auf sich hielt, ließ sich ein Haus von Josef Hoffmann bauen und einrichten, die Dame des Hauses von Klimt malen und von Emilie Flöge einkleiden. Adele Bloch-Bauer, Margarete Wittgenstein-Stonborough, Berta Zuckerkandl und Clarisse Rothschild liebten ihren bahnbrechenden neuen Stil.

In Form eines spannenden Romans erzählt Margret Greiner das Leben der Emilie Flöge, die Gustav Klimt als junges Mädchen kennenlernte und die dem schwierigen und extravaganten Künstler bis zu seinem Tod eine verlässliche Gefährtin jenseits einer konventionellen Liebesbeziehung war. Die Biografie zeichnet vor allem das Bild einer Frau, die unbeirrt ihren Weg ging und, beruflich äußerst erfolgreich, einen völlig neuen, „secessionistischen“ Mode-Stil kreierte.

Ihre für die damalige Zeit ungewöhnliche finanzielle Unabhängigkeit ermöglichte ihr auch eine selbstbestimmte Gestaltung ihres Privatlebens. Sie heiratete nie, blieb in freier Entscheidung kinderlos, verweigerte sich allen Rollenklischees.

Das Buch basiert auf den Erkenntnissen der gegenwärtigen Forschung, geht aber über das rein Faktische hinaus und zeichnet in einer Mischform aus Roman und Dokumentarbericht das Lebensbild dieser außergewöhnlichen Frau.

Auf Freiheit zugeschnitten

Emilie Flöge Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts

Kremayr und Scheriau Verlag, Wien.


Das Buch erscheint im August 2014, Preis. 24,00€.
ISBN 978-3-218-00933-1

Leseprobe

Link: http://www.kremayr-scheriau.at/assets/buxmedia/ae84fc403e2a6429da4bbdd8d13e263e.pdf

Miss, wie buchstabiert man Zukunft?

Jetzt als e-Book erhältlich. Zu finden unter Amazon, Kindle-Shop, Margret Greiner. Das Buch kann auf das Kindle-Lesegerät, aber auch auf den PC heruntergeladen werden.

Miss, wie buchstabiert man Zukunft
Als deutsche Lehrerin in Jerusalem.

Malik/Piper Verlag, München 2003.
ISBN 3-89029-256-9

Leseprobe
Reaktionen

Taschenbuchausgabe, München 2004.
ISBN 3-492-24180-8


Spanische Ausgabe:

Profesora, ¿cómo se escribe futuro?
El intento de una maestra de a-portar paz y esperanza
en un gran conflicto.

Maeva Ediciones, Madrid 2005.
ISBN 84-96231-48-8




Jefra heißt Palästina

Jetzt als e-Book erhältlich. Zu finden unter Amazon, Kindle-Shop, Margret Greiner. Das Buch kann auf das Kindle-Lesegerät, aber auch auf den PC heruntergeladen werden.

Jefra heißt Palästina
Ein Mädchen in Jerusalem
Roman

Piper Verlag, München 2005.
ISBN 3-492-27090-5

Leseprobe
Reaktionen


Taschenbuchausgabe

Piper Verlag, München 2006.
ISBN 978-3492247443



Niederländische Ausgabe

De Weg van Jefra
Een Meisje in Jeruzalem

Clavis-Verlag, Amsterdam 2006
ISBN 978 90 448 0551 2





Jerusalem ist eine Frau

Jetzt als e-Book erhältlich. Zu finden unter Amazon, Kindle-Shop, Margret Greiner. Das Buch kann auf das Kindle-Lesegerät, aber auch auf den PC heruntergeladen werden.

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Zum Steinerweichen - 33 Geschichten aus dem harten Leben

Jetzt als e-Book erhältlich. Zu finden unter Amazon, Kindle-Shop, Margret Greiner. Das Buch kann auf das Kindle-Lesegerät, aber auch auf den PC heruntergeladen werden.

Margret Greiner
Zum Steinerweichen
33 Geschichten aus dem harten Leben

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Masolinos Steine

Margret Greiner
Masolinos Steine
in

Michael Hametner (Hrsg)
Beckenbauer zertritt kleine Tiere und andere Erzählungen
Jahresauswahl des MDR Literaturwettbewerbs 2005
Faber und Faber, 2006
ISBN 3-936618-81-X

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Zahlreiche Lesungen, auch im Ausland

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